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Ich baue ein Haus

Ich habe eine tolle Idee!! Ich baue ein Haus. Tolle Einfälle schwirren schon in meinem Kopf herum. Aber natürlich baue ich erst einmal das wichtigste: die vier Wände. Ich beauftrage eine Baufirma mir dieses Haus zu bauen. Sie macht einen tollen Plan, erzählt etwas von einem "blühenden" Haus. Ich bin begeistert. Genau so etwas wollte ich und ich bekomme sogar mehr. Aber: das liebe Geld. ich habe nicht viel, deswegen will ich klein anfangen. Ich verhandle, drücke den Preis und versuche möglichst viel vom ursprünglichen Plan zu erhalten. Wir einigen uns. Die Baufirma knirscht mit den Zähnen, aber das ist mir egal. Ich fühle mich gut, toll gefeilscht und ich bekomme auch viel dafür. 

Die Baufirma fängt an zu planen und zu bauen. Ich werde nur sporadisch einbezogen. Jedes mal, wenn ich Informationen erhalten möchte oder wenn ich mir den aktuellen Stand anschauen möchte, sind mein Ansprechpartner sehr zuvorkommend: "Alles läuft gut, hier, schauen sie... So weit sind wir schon.". Ich vertraue ihm, er macht einen netten Eindruck. 

Aber es gibt Verzögerungen. Irgendwie geht es nicht so schnell voran. Ich werde ungeduldig. Immerhin will ich pünktlich einziehen. Die Baufirma arbeitet daraufhin schneller. Das gefällt  mir. Die tun endlich was. Bei den nächsten Gängen durch das Haus stelle ich fest: Irgendwie hat die Qualität nachgelassen. Alles ist nicht so sauber verarbeitet wie ich mir das vorstelle. Ich frage den Ansprechpartner. Er: "Naja, wir müssen schneller arbeiten, da leidet halt die Qualität. Was wollen sie? Pünktlich einziehen oder nicht? Ansonsten wird es eben teurer." Natürlich will ich pünktlich einziehen. Immerhin habe ich schon groß rumposaunt, dass ich pünktlich einziehen werden. Die Party ist auch schon organisiert und die Gäste sind eingeladen. 

Endlich ist das Haus fertig. Viel Stress, viel Streit mit der Baufirma. Aber ich bin froh, dass das Haus fertig ist. Die Baufirma erhält ihr Geld und ich bin eigentlich zufrieden. Auch wenn nicht alles so ist, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich ziehe ein und die rauschende Party findet pünktlich statt. 

Schon auf der Party bröckelt der Putz an der Hauswand. Mist. Was soll das. Ich rufe sofort die Baufirma an. Das ist doch Gewährleistung. Die Baufirma repariert es. In den folgenden Wochen und Monaten gibt es immer wieder Mängel. Diese beseitigt die Baufirma, jedoch mit immer mehr Murren. Irgendwann sagt der Ansprechpartner: "So, jetzt machen wir nix mehr. Sie wollten damals ein Haus zum günstigen Preis. Solche Fehler waren unvermeidlich."

Wir streiten. Es endet damit, dass ich aufgebe und weiteres Geld investiere. Aber dann möchte ich auch neue Dinge eingebaut haben. Immerhin habe ich ja noch viele Ideen. Ich mache einen dauerhaften Vertrag mit der Baufirma. Sie soll mein Haus erweitern und allenfalls die notwendigsten Reparaturen durchführen. Aber das entscheide ich.

Es vergehen wieder Monate. Ich bin an Reparaturen nicht mehr interessiert. Die Baufirma soll trotz des geringen Preises gute Qualität abliefern. Ich plane mit der Baufirma eine Garage, eine weitere Terrasse und eine Solaranlage auf dem Dach. Die Baufirma warnt mich: "Wir müssen erst noch ein paar Reparaturen machen, damit das ganze auch gut verbaut werden kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Haus instabil wird.". Ich habe kein Geld dafür. Ich will doch nur meine Erweiterungen. Immerhin ist die Baufirma für die Qualität verantwortlich. Die sollen gefälligst auch so handeln. Die Baufirma zuckt mit den Achseln und baut meine Garage, Terrasse und Solaranlage.

Es treten Risse auf. Ahhh, was ist das? Hat wieder die Baufirma Schrott gemacht... Ich bin wütend. Die Baufirma reagiert resigniert: "Ich hatte es ihnen doch gesagt: Wir müssen dringende Arbeiten durchführen, bevor wir das machen. So haben wir das beste daraus gemacht. Es bestand eben dann das Risiko, dass Risse auftreten.". Ich will nichts davon hören. Die sollen das reparieren. "Nun, um das zu reparieren, müssen sie jetzt einen höheren Preis in Kauf nehmen.". Da mir das Haus sehr wichtig ist, nehme ich einen Kredit auf, um die Reparaturen durchführen zu lassen.

Alles ist repariert, ich bin aber unzufrieden. Wie konnte das nur passieren?. 

Auf dem Weg zur Arbeit fällt mir in der U-Bahn eine Analogie ein: Das ist ja wie bei der Softwareentwicklung. Einfach ein Stück Software zu bauen und dann nur noch was dazuzubauen; das geht nicht. Sie muss ja gewartet werden. Immer wieder erneuert und ausgebessert werden, damit sie pflegbar ist. Und es wird ja auch dafür Geld zurückgelegt und Ressourcen reserviert. Denn die Firma weiss ja, dass die Software ihr Kapital ist und diese pfleglich zu behandeln ist. Immerhin verdient sie damit ihr Geld.

Ich fange an umzudenken. Die Baufirma erhält den Auftrag, eine Grundsamierung durchzuführen. Die Aufwände hierfür verbuche ich unter "Lehrgeld". Aber ich lege ab jetzt immer ein gewisses Budget für Wartungsarbeiten zurück.

Jahre später bin ich sehr zufrieden. Das Haus ist schöner als jemals zu vor. Und nicht nur das: ich spare sogar Geld, denn mein Haus ist im tadellosen Zustand. Neue Anbauten sind kein Problem mehr.

Taskboard mit Haftnotizen

8. August 2010 1 Kommentar

Jeder kennt die kleinen gelben Post-Its. Sehr praktisch für die tägliche Arbeit. Inspiriert von dem vorherigen Post mit den Post-Its für die Erstellung eines PSP nutzen wir diese in unserem Unternehmen  für die Organisation der Aufgaben in Projekten bzw. in den einzelnen Iterationen. Zu Beginn einer Iteration werden hierbei alle Aufgaben gesammelt und auf kleine Post-Its geschrieben. Diese werden dann an eine Magnetwand oder normalen Wand geheftet. Damit mit der aktuelle Zustand der Iteration sofort ablesbar ist, existieren drei Spalten in denen die Post-Its angeheftet werden: TODO, WIP und Done. Nun kann es losgehen: Die Entwickler kleben zu Beginn der Itearation/des Projektes die Aufgaben in die TODO-Spalte. Dann wird die erste Aufgabe herausgenommen und in die WIP-Spalte geklebt. Ist diese beendet, wird sie auf Done umgeheftet und die nächste Aufgabe auf WIP gesetzt. Natürlich können auch mehrere Aufaben in WIP geschoben werden, wenn dies sinnvoll erscheint. So entsteht im Laufe der Zeit ein schönen Bild, das sich fast täglich ändert. Entdecken die Entwickler oder der Projektmanager (auch seine Aufgaben können dort vermerkt werden) neue Aufgaben, so werden diese einfach hinzugehängt. Möchte man die Aufgaben priorisieren, so kann man dies durch die Reiehenfolge der Post-Its schnell und unkompliziert machen.

Dem Team macht es regelrecht Freude, den aktuellen Stand zu sehen. Es weiss sofort, was noch zu tun ist, Stolz über die Aufgaben die bereits getan sind und haben damit auch gutes Gefühl über die Situation des Projektes.

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PM mit Haftnotizen

Folgendes Video zeigt auf anschaulicher Weise, wie man simple "Haftnotizen" für Projekt-Workshops einsetzen kann. Ich denke, ich werde das als Alternative für Moderatorkarten einsetzen.

http://www.youtube.com/watch?v=GoT9PR7CwHg

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Wann ist ein Projekt ein Projekt?

Spannende Frage, nicht wahr? Wer könnte diese spontan beantworten? Herr Hagen hat seine Sicht in einem Blog-Beitrag zusammengefasst:

http://pm-blog.com/2010/03/15/wann-ist-ein-projekt-ein-projekt/

Das Ergebnis ist sicherlich für einige überraschend. Viele werden nämlich feststellen, dass ihr tägliches Berufsleben weniger Projekte kennt und vieles eher Routinearbeit ist. 

Prof. Dr. Peter Kruse auf Youtube

Ich bin über das PM-Blog auf die Videos von Prof. Dr. Peter Kruse gestoßen. Herr Kruse ist Unternehmensberater für Unternehmensprozesse. Auf Youtube findet man 23 Videos, die bei der "SCOPE 08" entstanden sind. Herr Kruse beschäftigt sich hierbei auch stark mit Themen, die auch im Projektmanagement sehr aktuell sind. Ein sehr interessanter Mensch, der viele Denkanstöße bei mir ausgelöst hat:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=6F8B805C5213A40B